Goethe-Gymnasium vertritt NRW auf dem Schultheater der Länder

[meˈliʎa], die aktuelle Produktion des Projektkurses Theater des Goethe-Gymnasiums in der Spielleitung von Michael Stieleke, ist die Eröffnungsinszenierung des diesjährigen „Schultheaters der Länder“ im Staatstheater Dresden am 20. September. Jedes Bundesland entsendet eine Produktion in die sächsische Landeshauptstadt, NRW die szenische Auseinandersetzung des Gymnasiums aus Düsseldorf mit dem Flüchtlingsthema. Damit beweist die Schule erneut die hohe Qualität ihrer Theaterarbeit.

Das „Schultheater der Länder“ (SDL) ist europaweit eines der größten Festivals im Bereich des Theaters in der Schule. Es ist ein Arbeitstreffen für und mit Schultheatergruppen aus ganz Deutschland, das im jährlichen Wechsel in einem anderen Bundesland stattfindet und sich in jedem Jahr einem anderen Themenschwerpunkt widmet.

Bericht des MDR zur Eröffnung des Schultheater der Länder:

Dieses Jahr findet es vom 20. – 26. September in Dresden statt und hat als Thema Forschendes Lernen. Begleitet wird das SDL von einem auf das jeweilige Thema bezogenen Rahmenprogramm mit Aufführungsgesprächen, Werkstätten und Festivalberichten.

Wer aus welchem Bundesland teilnehmen darf, entscheidet eine fachkundige Jury, die die Produktionen so auswählt, dass sie einen Querschnitt durch das formale und inhaltliche Spektrum des Schultheaters bzw. dessen momentanen Stand widerspiegeln. Darüber hinaus leisten die ausgewählten Inszenierungen einen wesentlichen bzw. impulsgebenden Beitrag zum jeweiligen Festivalthema, da sie in der Regel den Ausgangspunkt für die reflektierende Auseinandersetzung mit dem aktuellen thematischen Schwerpunkt darstellen.

Die Jury entschied – entgegen der Regel, dass der Vertreter des Gastgeberlandes das Festival eröffnet – , dass die Inszenierung des Goethe-Gymnasiums das Festival eröffnet, weil sie – gerade für Dresden – einen politischer Akzent setzen will. Damit steht die Produktion aus Düsseldorf in einem besonderen Fokus, was alle freut und stolz macht.

Melilla ist eine spanische Enklave im Norden Marokkos und „schützt“ durch einen sieben Meter hohen Zaun die „Festung Europa“ gegen den „Ansturm afrikanischer Flüchtlinge“. Ein Bericht in den Tagesthemen am 19. Mai 2014 war der Anlass für den Projektkurs, sich mit dem Flüchtlingsthema zu beschäftigen.

Das Stück verhandelt die Art und Weise, wie wir mit dem umgehen, was da ständig passiert. Wie steht es um unsere Empathie? Wie steht es um unser Engagement? Was machen wir mit der erdrückenden Flut der Informationen, die täglich auf uns eindrängt? Haben wir eine Meinung? Entscheiden wir uns, sagen wir, dass das eine Thema wichtiger ist als das andere und engagieren wir uns? Gehen wir auf die Straße? Und was ist, wenn wir uns dann obendrein noch verlieben oder die Großmutter stirbt oder der Freund uns verlässt?

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